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Date 01/8/2009
 
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Technologien für die Generation 65+

Document sans titre Um das Jahr 2030 wird etwa ein Drittel der Deutschen über 65 Jahre alt sein. Diesem immer größer werdenden Teil der Bevölkerung ein unabhängiges, aktives und angenehmes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen, ist das Ziel des im Januar 2007 gestarteten Forschungsprojektes "PERceptive Spaces prOmoting iNdependent Aging" (PERSONA).

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Insgesamt 21 Partner aus 6 europäischen Ländern arbeiten hier an intelligenten technologischen Lösungen, die älteren Menschen Services für mehr Unabhängigkeit bereitstellen. Mit einem Gesamtvolumen von 12 Millionen Euro, angelegt auf dreieinhalb Jahre, ist es eines der größten EU-geförderten Projekte im Bereich Ambient Intelligence.

Der demographische Wandel stellt eine der größten Herausforderungen für Europa dar. Denn eine immer höher werdende Lebenserwartung der Bevölkerung bedeutet für die Staaten auch, neue Lösungen für auftretende soziale und ökonomische Probleme finden zu müssen. Vor allem die Betreuung alter oder kranker Menschen in Pflege- und Altenheimen ist dabei ein stetig wachsender Kostenfaktor. Auch für die Betroffenen selbst ist ein Umzug in betreute Wohnanlagen meist eine große Belastung, bedeutet er doch, die persönliche Unabhängigkeit aufgeben zu müssen. Hier setzt das EU-geförderte Projekt "PERceptive Spaces prOmoting iNdependent Aging" an. Die Vision der Projektpartner ist es, Systeme bereitzustellen, die Unabhängigkeit, soziale Beziehungen und einen gesunden Lebensstil älterer Personen fördern. Ihnen soll so ermöglicht werden, länger in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben und einen Umzug in ein Altenwohn- oder Pflegeheim hinauszuzögern oder sogar zu vermeiden.

Um diese Vision zu verwirklichen, arbeiten die Forscher an einer skalierbaren Technologieplattform, die als Basis für künftige Entwicklungen im Bereich Ambient Intelligence dienen soll. Die Plattform erlaubt es unterschiedlichen Geräten, sich zu vernetzen und untereinander zu kommunizieren. So entstehen reaktionsfähige Umgebungen, die in der Lage sind, die Situation des Benutzers zu analysieren, seine Präferenzen und Intentionen zu erkennen und entsprechend zu reagieren. In Zukunft könnten beispielsweise Analysewerkzeuge Objekte aus Videodaten erkennen und den Bewohnern so Gefahren melden. Und neue, intuitive Eingabewerkzeuge erlauben eine effektive Kommunikation und Interaktion mit der Umgebung. Auch bei täglichen Aktivitäten wie Duschen, Kochen, Einkaufen, Einhalten von Terminen und Befolgen medizinischer Anweisungen sollen die intelligenten Systeme den Benutzer unterstützen. Die Idee dieses umgebungsgestützten Lebens (Ambient-Assisted Living, AAL) beschränkt sich dabei nicht auf die Wohnräume der Senioren. Die Technologie soll möglichst viele Lebensbereiche durchdringen und möglichst viele verschiedene Aufenthaltsorte abdecken, von der eigenen Wohnung über die Nachbarschaft bis hin zu städtischen Räumen.

Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD ist ein leitender Technologiepartner des Projekts. Die Darmstädter Wissenschaftler sind verantwortlich für die architektonische Spezifikation der Plattform. Dies bedeutet, sie sorgen dafür, dass die Plattform einfach an unterschiedliche Anwendungsfälle und für verschiedene Geräte angepasst werden kann. Auch die nahtlose Integration von Multimedia und die Untersuchung neuartiger Interaktionsmöglichkeiten in AAL-Umgebungen liegen im Verantwortungsbereich des Fraunhofer IGD. Zusätzlich arbeitet das Institut an der Bereitstellung einer intelligenten Middleware.

Weitere Informationen zum Projekt PERSONA finden Sie in Kürze im Internet unter http://www.aal-persona.org.

Ansprechpartner:
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Dr. Reiner Wichert
Leiter Abteilung Interaktive Multimedia Appliances
Fraunhoferstraße 5
64283 Darmstadt

Telefon: +49 6151 / 155-574
Fax: +49 6151 / 155-480
E-Mail: reiner.wichert@igd.fraunhofer.de

Internet: http://www.igd.fraunhofer.de/igd-a1/projects/persona

Kurzprofil Fraunhofer IGD
Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD betreibt angewandte Forschung im Bereich der graphischen Datenverarbeitung. Zu den Kernkompetenzen des Instituts gehören unter anderem Visualisierung und Simulation, Animation, Modellierung, Virtuelle und Erweiterte Realität, Sicherheitstechnologien sowie Ubiquitous Computing. Die Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf drei Schwerpunkte: Den Erhalt von Semantik über den gesamten Modellierungsprozess hinweg, die Wechselwirkung von Graphik und Vision sowie die Bearbeitung bibliothekarischer Fragestellungen im Kontext dreidimensionaler Modelle. Das Anwendungs-spektrum der innovativen Konzepte, Modelle und Praxislösungen reicht von Virtueller Produktentwicklung über Medizin und Verkehr bis zu Multimedialem Lernen und Training. Im Auftrag von Kunden entstehen Prototypen und Komplett-Systeme, die optimal auf deren spezifische Anforderungen abgestimmt sind. So entwickeln die dreizehn Abteilungen in Darmstadt, Rostock und Singapur neue Technologien, erstellen Studien und realisieren Anwendungen und Systeme (Hard- und Software), die sich durch hohe Benutzerakzeptanz, gute Bedienbarkeit und ergonomische Gestaltung auszeichnen. Die Forschungs- und Entwicklungs-projekte des Fraunhofer IGD haben direkten Bezug zu aktuellen Problemstellungen in Industrie und Wirtschaft. Zahlreiche Ausgründungen gewährleisten, dass Prototypen schnell in marktfähige Produkte umgesetzt werden.

Das Fraunhofer IGD kooperiert eng mit der Technischen Universität Darmstadt, der Technischen Universität Graz und der Universität Rostock. Das Centre for Advanced Media Technology (CAMTech) in Singapur, gegründet 1998, sichert die Präsenz auf den Zukunftsmärkten Asiens. Das Fraunhofer IGD beschäftigt in Darmstadt und Rostock rund 140 feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unterstützt durch etwa 140 wissenschaftliche Hilfskräfte. Der Etat betrug 2006 über 14 Millionen Euro.

 

 

 

 

 


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